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Wintersonnenwende

Ritual für die Wiederkehr des Lichts

Foto von Kerzen in der Dunkelheit

Am 20. / 21.12. eines jeden Jahres haben unsere Urahnen Jul gefeiert, die Wintersonnenwende und die Wiederkehr des Lichts.

 

Eine Nacht, in der der dunklen Zeit gedacht und die helle Zeit willkommen geheißen wird. 

 

Wintersonnenwende - Jul

Seit der Sommersonnenwende sind die Tage kontinuierlich kürzer und die Nächte immer länger geworden. Mit der Wintersonnenwende am 20./21.12. kehrt sich dieser Prozess nun wieder um. Unsere Urahnen feierten die Wiederkehr des Lichts mit großer Freude und auch heute noch ist dieses Fest unter dem Namen Jul besonders in den skandinavischen Ländern bekannt.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, Jul zu feiern: Im großen Kreis mit viel Lebendigkeit, Tanz, Gesang und gutem Essen. Oder auch ganz klein, nur für dich, in Stille und Achtsamkeit. 

 

Für mich ist Jul immer Anlass, mein vergangenes Jahr innerlich Revue passieren zu lassen. Wertzuschätzen, was geschehen ist, woran ich gewachsen bin, was ich gemeistert habe, wofür ich zutiefst dankbar bin, was die Geschenke dieses Jahres waren.

 

An diesem Abend sitze ich gern eine Weile im Dunkeln und mache mir die besondere Qualität der langen Nächte bewusst. Der dunklen Zeit, die mich einlädt, immer langsamer zu werden, in mich zu gehen, in meine eigenen Tiefen und Abgründe zu schauen und dort auch meine ungeheure Wurzelkraft und die kraftvolle Verbindung zu Mutter Erde und allem Weiblichen zu spüren, wertzuschätzen und ihr zu danken. 

 

Und dann, ja dann wende ich mich dem Licht zu, das an diesem Tag neu geboren wird. Den männlichen, aufsteigenden Kräften, die nun symbolisiert durch die wieder länger werdenden Tage an Macht gewinnen. Ich entzünde eine Kerze, um das Licht willkommen zu heißen und mich auf die Wiederkehr des Lichts vorzubereiten. Und wieder sitze ich in Stille an meinem Platz, diesmal mit Blick auf die Kerze und die Lebendigkeit der Flamme. Vorfreude macht sich breit. Vorfreude auf die magischen Tage, die bald folgen, die Rauhnächte. Herrlich!

 

Zwischen Wintersonnenwende und Weihnacht - Vorbereitung

Der Wintersonnenwende schlossen sich bei unseren Urahnen Tage der Innenschau und des Rückzugs an - bis zum 24.12. Diese Tage wurden als Vorbereitungszeit auf die 12 Rauhnächte vom 25.12. bis zum 6.1. genutzt, an denen man sich sehr bewusst auf das Folgejahr vorbereitete. Kaum zu glauben, denn für uns sind die Tage vor Weihnachten meist vollgestopft mit Aktivitäten und hektischer Betriebsamkeit  ;-).

 

Heute vermischen sich alte keltische Rituale mit denen des Christentums. Aber auch jetzt noch gilt die Nacht vom 24. auf den 25.12. als besonders magisch. Als eine Nacht, in der Tiere, Pflanzen und lichtvolle Geistwesen an unserer Seite stehen und uns weise Botschaften übermitteln können, wenn wir ihnen zu lauschen vermögen. Früher hat man die Weihnacht wie auch die Nacht vom 31.12. auf den 1.1. in besonderem Maße für das Orakeln und Weissagen genutzt. 

 

Und noch heute liegt diese besondere, alte Orakel-Magie der Weihnacht und von Silvester in der Luft. Angereichert von den heute üblichen Ritualen des Schenkens und gemeinsamen Feierns.

 

Vielleicht möchtest du dich mit der alten Magie der Rauhnächte verbinden und ihren ganz besonderen Zauber nutzen?

 

Dann darfst du dich schon auf den folgenden Artikel freuen, an dem dich 12 Rituale für die 12 Rauhnächte erwarten.

 

Doch erst einmal lass (d)ein Licht leuchten an diesem besonderen Tag der Wintersonnenwende! 

Alles Liebe, deine Inga

 

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